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Immobilienmarkt Leipzig

Immobilienmarkt Leipzig - Bevölkerungswachstum und eine zukunftsfähige Stadtentwicklung bieten die Chance auf weiter steigende Immobilienpreise

July 2, 2020

Positive Entwicklungstrends prägten den Immobilienmarkt und die Stadtentwicklung Leipzigs der letzten Jahre. Die Stadt hat ihre Chancen genutzt und sich als vitale und lebenswerte Großstadt weiterentwickelt. Mit dem „integrierten Stadtentwicklungskonzept (INSEK) Leipzig 2030“ wurde im Jahr 2018 die Zukunftsstrategie zur Entwicklung Leipzigs für die nächsten 10 bis 15 Jahre beschlossen.Die Einwohnerzahl von Leipzig wächst seit Jahren stetig. Per 31. Dezember 2019 zählte die Stadt rund 600.000 Einwohner und war somit noch vor Dresden größte Stadt Sachsens. Leipzig rangiert nun auf Platz 8 hinter Düsseldorf. Positiv ist auch die Entwicklung der Beschäftigtenzahlen. Im Zeitraum von 2010 bis 2019 legte die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten um rund 26 Prozent auf knapp 273.000 zu.

Investmentmarkt

Der Leipziger Investmentmarkt hat nach den Erhebungen von BNP Paribas Real Estate mit einem Transaktionsvolumen von 351 Millionen Euro im ersten Quartal einen fulminanten Start in das Jahr 2020 hingelegt. Es war das zweitbeste jemals registrierte Ergebnis und belegt eindrucksvoll, dass die Sachsenmetropole bei den Investoren hoch im Kurs steht. Insbesondere Büroobjekte standen dabei im Fokus der Anleger. Büroimmobilien in Leipzig vereinten gut die Hälfte des Investmentumsatzes auf sich und konnten somit den hohen Ergebnisanteil des Vorjahres noch einmal leicht übertreffen.

Investments nach OBjektart

Das Renditeniveau hat sich im ersten Quartal 2020 kaum verändert. Die Netto Spitzenrendite für Büros lag nach den Erhebungen von BNP Paribas Real Estate bei etwa 3,8 Prozent.

Büromarkt Leipzig

BNP Paribas Real Estate hat für den Büromarkt Leipzig einen Flächenumsatz von 21.000 Quadratmeter für das erste Quartal 2020 ermittelt. Der Flächenumsatz für Büros liegt damit leicht unter dem langjährigen Durchschnitt. Gründe hierfür sind zum einen die bisher fehlenden Großabschlüsse, was letztlich auf die bereits bestehende Knappheit an modernen Großflächen zurückzuführen ist. Zum anderen sind traditionell starke Nachfrager wie zum Beispiel die öffentliche Verwaltung zum Jahresanfang noch nicht am Immobilienmarkt Leipzig aktiv geworden.

Entwicklung Flächenumsatz

Die Spitzenmiete liegt bei 15,50 Euro pro Quadratmeter und die Durchschnittsmiete beträgt 11,10 Euro pro Quadratmeter.

Hinsichtlich der Branchenverteilung zeigt sich auch in Leipzig der Trend zum Bedeutungszuwachs der Informations- und Kommunikationstechnik. Die IuK-Technologiebranche liegt mit einem Flächenumsatzanteil von 32 Prozent an der Spitze der Branchenverteilung, gefolgt von den Beratungsgesellschaften mit knapp 26 Prozent.

Erfreulich ist nach wie vor die Entwicklung des Leerstands. Nach den Erhebungen von BNP Paribas Real Estate haben die vergangenen drei umsatzstarken Jahre auf dem Leipziger Büroimmobilienmarkt deutliche Spuren hinterlassen. Mit 183.000 Quadratmeter vakanter Flächen ist erneut ein historischer Tiefststand im ersten Quartal 2020 erreicht worden. Das entspricht einer Leerstandsquote von 4,8 Prozent.

Investments nach OBjektart

Die Bauaktivitäten sind weiter auf konstantem Niveau. Trotz des stark rückläufigen Leerstands konnte BNP Paribas Real Estate aktuell keinen Anstieg der Bauaktivitäten verzeichnen. Die projektierten Flächen sind hingegen im Vergleich zum Ende des Jahres 2019 um 34 Prozent gestiegen. Daher vermutet BNP Paribas Real Estate, dass die Bauaktivitäten in naher Zukunft zunehmen.

Ausblick Immobilienmarkt Leipzig

Aengevelt Research geht für 2020 zumindest temporär – in Abhängigkeit von Dauer und Umfang der COVID-19-Krise - von einer deutlich verhalteneren Nachfrage im Investmentsegment und entsprechend sinkenden Transaktionsumsätzen aus. Außerdem wird bei Büroobjekten eine genauere Bewertung der Bonität der Mieter in den Vordergrund rücken. Aufgrund der aktuellen konjunkturellen Unsicherheit werden Flächenumsätze wahrscheinlich zurückgehen, sei es weil Unternehmen ihre Expansionspläne zurückstellen oder Flächen freisetzen. Ferner geht Aengevelt davon aus, dass erfolgreich in der Krise erprobte Home-Office Lösungen und digitale Meeting Strukturen zum Teil durch Unternehmen fortgeführt werden. Dem gegenüber könnte einerseits ein zurückgehendes Neubauvolumen stehen, da Neubauten ohne Vorvermietung möglicherweise keine Bankfinanzierung mehr erhalten. Andererseits ist unklar, ob nicht durch veränderte Arbeitsstättenrichtlinien ein höherer Platzbedarf je Mitarbeiter entstehen könnte. Aengevelt prognostiziert zum Beispiel für 2020 ein weiterhin niedriges Renditeniveau mit zum Teil sogar weiter nachgebenden Spitzenrenditen, das heißt steigenden Kaufpreisen. Positiv gestimmt ist auch BNP Paribas Real Estate: „Leipzig bleibt auch weiterhin sehr attraktiv für Mieter und Investoren“, betont Stefan Sachse, Geschäftsführer der BNP Paribas Real Estate GmbH und Leipziger Niederlassungsleiter.