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Was bedeutet Allokation?

Ursprünglich ein Begriff aus der Volkswirtschaft, bezeichnet eine Allokation die Aufteilung von bestehenden Ressourcen auf verschiedene Verwendungsmöglichkeiten. Man spricht in diesem Zusammenhang deshalb auch von Ressourcenallokation. Ziel ist es, Ressourcen effizient einzusetzen, so dass auch mit knappen Mitteln beste Ergebnisse erreicht werden können, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. Die Zuordnung von Ressourcen ist immer zweckgebunden und damit exklusiv, eine für ein bestimmtes Projekt eingeplante Ressource kann nicht gleichzeitig anderweitig allokiert werden. Man unterscheidet zwei Methoden, die die Verteilung von Ressourcen regeln. 

1. Marktmechanismus Hierbei wird davon ausgegangen, dass sich der Markt selbst reguliert. Voraussetzung ist ein vollkommener Markt, wo Nachfrage dem perfekt passenden Angebot begegnet. Dieser Markt existiert allerdings nur in der Theorie. 

2. Regulierung durch den Staat Die realistische Variante. Der Staat legt die Rahmenbedingungen wie zum Beispiel Preise fest. Ziel ist die gerechte Ressourcenverteilung.

Was bedeutet Asset Allokation?

Der englische Begriff "Asset" wird im Deutschen mit "Anlageklasse" übersetzt, weshalb auch von Vermögensallokation oder Portfoliostrukturierung gesprochen wird. Analog zur wirtschaftstheoretischen Definition versteht man unter Asset Allokation also die Aufteilung (auch Diversifikation) eines Vermögens auf verschiedene Anlageklassen. Mit dem Begriff Asset Allokation ist sowohl der Aufteilungsprozess wie auch das Ergebnis der Aufteilung selbst gemeint. 

Zu den unterschiedlichen Assets zählen 

Persönliches Anlageziel als Grundlage für die Vorgehensweise

Die Art der Allokation hängt von den jeweiligen Bedürfnissen der Anleger ab und davon, welchen Nutzen er verfolgt: Welche Rendite wird zur Absicherung im Alter benötigt, und welches Risiko ist der Anleger bereit, einzugehen? Man unterscheidet folgende Vorgehensweisen bei der Asset Allokation: 

Markowitz-Paradigma: Ausgehend vom Vermögen des Anlegers, seinen Zielen und dem vereinbarten Zeitraum wird die Rendite festgelegt. Daraufhin wird analysiert, wie erfolgreich die Assets in der Vergangenheit waren. Anhand dieser Daten wird die Asset Allokation so gestaltet, dass die Rendite bei möglichst niedrigem Risiko erreicht wird. 

Merton-Paradigma: Beruft sich auf aktuelle Kurse und ermittelt das Risiko anhand finanzökonomischer Modelle. 

Risikominimierung durch Streuung

In der Regel gilt: Assets mit hohem Risiko bringen auch hohe Renditen. Mit der Asset Allokation soll erreicht werden, dass Anleger bei möglichst geringem Risiko eine maximale Rendite erzielen können. Wichtig ist, den passenden Mix zu finden. Risikoarme Assets sind dabei die Puffer für risikoreiche Assets. Sie gleichen sich wechselseitig aus: Bringt eine Anlageklasse nicht die versprochene Rendite, ist es sehr wahrscheinlich, dass es sich in einem anderen Asset genau gegenläufig verhält. 

Welches Asset birgt welches Risiko?

Bei der Asset Allokation ist darauf zu achten, dass sich die Anlageklassen in ihrem Risiko für den Anleger unterscheiden.

Wertpapiere 

  • In der Regel als risikoreich eingeschätzte Assets, die aber im Idealfall eine besonders attraktive Rendite bringen. 

Immobilien und Immobilienbeteiligungen 

  • Risikoarmes Asset, bei dem der Anleger in einen Sachwert investiert. Wer den hohen Kapitaleinsatz beim Immobilienkauf scheut, hat die Möglichkeit, sich mit einer geringen Summe an einem Crowdinvesting zu beteiligen. 

Edelmetalle und andere Rohstoffe 

  • Obwohl beispielsweise Gold dem Goldkurs unterliegt, gilt das Edelmetall als sichere Anlageklasse, auch in wirtschaftlich kritischen Zeiten. 

Einlagen 

  • Verzinste Geldeinlagen, entweder Tagesgeld oder Festgeld. Gilt aufgrund der in Europa gesetzlich festgelegten Einlagensicherung als sehr sicher. Von Nachteil ist die aktuell sehr niedrige Verzinsung, die kaum Rendite bringt. Einlagen sind ein guter Ausgleich zu riskanteren Assets.