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Warum die Streuung für Anleger so wichtig ist

Die Diversifikation ist ein wichtiger strategischer Grundsatz in der Geldanlage. Mit einer guten Diversifikation können Verlustrisiken reduziert und Gewinnchancen erhöht werden.

Was bedeutet Diversifikation?

Als Diversifikation oder Diversifizierung bezeichnet man eine Strategie aus der Wirtschaftslehre. Der Begriff leitet sich von dem lateinischen Wort diversus ab, das so viel wie unterschiedlich bedeutet. Bei der Diversifikation werden Produkte, Dienstleistungen, Geschäftsbereiche oder auch Geldanlageklassen breit aufgestellt, um das Risiko eines Ausfalls zu verteilen und damit zu verringern.

Was ist Diversifikation genau?

Diversifikation im Kontext mit Finanzthemen bedeutet also Risikostreuung. Bei der Diversifikation gilt das Motto: Man soll nicht alle Eier in einen Korb legen. Fällt der Korb herunter, sind viele – möglicherweise sogar alle – Eier zerbrochen. Das Risiko für die Eier ist demnach sehr hoch. Man spricht in diesem Fall auch von einem Klumpenrisiko. Verteilt man jedoch alle Eier auf verschiedene Körbe, ist der Verlust sehr viel geringer, wenn einer der Körbe zu Boden fällt.

Was bedeutet Diversifikation bei der Geldanlage?

Die Diversifikation spielt vor allem bei der Geldanlage eine Rolle. Wenn Geld angelegt wird, möchte man damit in der Regel einen Ertrag erwirtschaften. Je nach Anlageform gibt es dabei immer das Risiko, dass ein Teil des Geldes verloren geht, beispielsweise durch sinkende Aktienkurse. Bei manchen Finanzprodukten ist sogar ein Totalverlust möglich – zum Beispiel, wenn ein Unternehmen insolvent ist. Um das Verlustrisiko zu reduzieren, sollte Geld daher nie in ein einziges Produkt investiert sein, sondern in viele verschiedene.

Wer Geld anlegen möchte, sollte versuchen, seine Risikobereitschaft vorher genau einzuschätzen. Risiko und Rendite stehen in einem engen Zusammenhang: Riskantere Geldanlagen können eine höhere Rendite bringen, haben aber meist auch ein höheres Verlustrisiko. Sichere Geldanlagen dagegen haben ein geringeres Verlustrisiko, aber auch eine niedrigere Rendite. Durch gezielte Diversifizierung können verschiedene Risikoklassen so miteinander kombiniert werden, dass es der persönlichen Risikobereitschaft und Renditeerwartung entspricht. Diversifikation dient deshalb nicht nur der Risikostreuung, sondern auch der Erhöhung von Gewinnchancen.

Wie kann man eine Kapitalanlage diversifizieren?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, eine Geldanlage zu diversifizieren. Am besten werden bei der Zusammenstellung eines Portfolios die folgenden Optionen beachtet:

  • Verschiedene Finanzprodukte innerhalb einer Anlageklasse: Werden beispielsweise Aktien gekauft, sollte niemals nur auf ein Unternehmen gesetzt werden. Sinnvoller ist es, Aktien von verschiedenen Unternehmen zu kaufen oder direkt in einen breit gestreuten Aktienfonds zu investieren. Bei Immobilien- oder Sachwert-Investments empfiehlt es sich dementsprechend, in viele verschiedene zu investieren. Crowdinvesting eignet sich sehr gut dafür.

  • Verschiedene Anlageklassen: Aktien können sehr volatil sein, sind also starken Schwankungen unterworfen. Bei einem Crash kann der ganze Markt für längere Zeit auf Talfahrt gehen. Deshalb ist es sinnvoll, wertstabilere Anlageklassen ins Portfolio aufzunehmen – beispielsweise festverzinsliche Wertpapiere, Anlageimmobilien, Anleihen oder Sachwerte. Auch ein Tagesgeldkonto ist eine Anlageklasse, die zwar kaum Rendite bietet, aber dafür maximale Sicherheit. Es kann also sinnvoll sein, renditestarke mit sicheren Anlageklassen zu kombinieren.

  • Verschiedene Branchen: Zukunftsbranchen liegen im Trend und viele Menschen haben Lieblingsbranchen, denen sie sich besonders nahe fühlen. Aber was ist, wenn eine bestimmte Branche von einer Krise betroffen ist? Ein gut diversifiziertes Portfolio sollte deshalb immer branchenübergreifend sein.

  • Verschiedene Regionen: Viele Anleger neigen dazu, nur im eigenen Land zu investieren. Das kann sinnvoll sein, schließlich kennen wir unsere eigenen Finanzprodukte am besten und können uns auf deutsche Gesetze verlassen. Doch um nicht von der Lage der deutschen Wirtschaft abhängig zu sein, ist eine geografische Ausweitung von Investments ratsam – zum Beispiel auf ganz Europa und zusätzlich auch Amerika oder China.

Der Grundgedanke der Diversifikation liegt also darin, dass Geld auf mehrere verschiedene Finanzprodukte verteilt wird, die sich sinnvoll ergänzen, um dadurch Risiken zu minimieren. Gerät eine Anlageklasse in Schieflage, kann es immer noch sein, dass andere Investments davon nicht betroffen sind und gegebenenfalls einen Teil der Verluste ausgleichen.