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Die Voraussetzung für den erfolgreichen Kauf

Die Grunderwerbsteuer ist eine Steuer, die einmalig beim Kauf von Immobilien bzw. Grundstücken anfällt. Sie ist nicht zu verwechseln mit der Grundsteuer, die jährlich fällig ist und von der jeweiligen Gemeinde auf den Besitz von Grund und Boden erhoben wird. Erst nach erfolgter Zahlung der Grunderwerbsteuer kann der Käufer als neuer Besitzer in das Grundbuch eingetragen werden.


 Teil der Nebenkosten beim Immobilienkauf 

  • Da die Grunderwerbsteuer zu den Nebenkosten beim Immobilien- oder Grundstückserwerb zählt, empfiehlt es sich, sie bei der Finanzierung einzuplanen.

  • Die Grunderwerbsteuer ist nicht mit Krediten über die Bank finanzierbar. Die Summe muss vom Käufer selbst aufgebracht werden. Am besten ist es deshalb, den Steuersatz vor dem Kauf zu erfragen, um die ungefähre Höhe der Grunderwerbsteuer schon beim Kauf zu kennen.


Worauf die Grunderwerbsteuer erhoben wird

In der Regel bezieht sich die Grunderwerbsteuer nicht ausschließlich auf das Grundstück, sondern umfasst auch den Preis für eine vorhandene Immobilie. Ob es sich um eine Bestandsimmobilie, einen Neubau oder eine Eigentumswohnung in einem Mehrfamilienhaus handelt, spielt dabei keine Rolle. Lediglich Bauherren, die nur ein Grundstück erwerben, es aber noch nicht bebauen, sind hier eine Ausnahme. 

Wann keine Grunderwerbsteuer gezahlt werden muss

Die Grunderwerbsteuer muss nicht gezahlt werden, wenn es sich um eine der nachfolgenden Situationen handelt: 

  • Erbschaft

  • Schenkung

  • Verkauf zwischen Verwandten ersten Grades, dazu zählen Eltern und Kinder, Eheleute, aber nicht Geschwister

Wann die Grunderwerbsteuer fällig wird - Zeitpunkt

Gesetzliche Grundlage für die Besteuerung von rechtlichen Vorgängen im Zusammenhang mit dem Erwerb von Grundstücken ist das Grunderwerbsteuergesetz (GrEStG). Für die Abwicklung eines Grundstückserwerb muss ein Notar hinzugezogen werden. Er setzt den Kaufvertrag mit dem verhandelten Kaufpreis auf. Sobald der Vertrag von beiden Seiten unterschrieben wurde, also zustande gekommen ist, wird die Grunderwerbsteuer fällig. 

Wer zahlen muss

Zu zahlen ist die Steuer vom Käufer. Das Finanzamt wird vom Notar darüber informiert, dass der Kauf erfolgt ist. Es verschickt einen Steuerbescheid inklusive Zahlungssaufforderung an den Käufer, der den entsprechenden Betrag innerhalb einer gesetzlich vorgeschriebenen Frist von vier Wochen zahlen muss. Mit der Zahlung der Grunderwerbsteuer hat sich der Käufer dann schließlich als solvent erwiesen. Im Gegenzug stellt ihm das Finanzamt eine sogenannte Unbedenklichkeitsbescheinigung aus, die dem Notar übersendet wird. Der Notar wiederum übergibt die Bescheinigung an das Grundbuchamt. Erst dann erfolgt der Eintrag des Käufers in das Grundbuch. Und erst dann ist der Kauf tatsächlich vollzogen. 

So berechnet sich die Grunderwerbsteuer

Die Grunderwerbsteuer ist eine Ländersteuer und von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich hoch. Sie wird in dem Bundesland entrichtet, in dem die Immobile oder das Grundstück erworben wurde. Bemessungsgrundlage für die Berechnung ist neben dem aktuellen Steuersatz für Grunderwerb des jeweiligen Bundeslandes die Höhe des im Kaufvertrag vereinbarten Kaufpreises

Aktuelle Steuersätze für Grunderwerbsteuer nach Bundesland (Stand: August 2019) 

  • Baden-Württemberg: 5.0%

  • Bavaria: 3.5%

  • Berlin: 6.0%

  • Brandenburg: 6.5%

  • Bremen: 5.0%

  • Hamburg: 4.5%

  • Hessen: 6.0%

  • Mecklenburg-Western Pomerania: 5.0%

  • Lower Saxony: 5.0%

  • North Rhine-Westphalia: 6.5%

  • Rhineland-Palatinate: 5.0%

  • Saarland: 6.5%

  • Saxony: 3.5%

  • Saxony-Anhalt: 5.0%

  • Schleswig-Holstein: 6.5%

  • Thuringia: 6.5%