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Was ist die Maklerprovision beim Immobilienverkauf?

Wer ein Haus verkaufen möchte, beauftragt dafür häufig einen Makler. Die Maklerprovision ist das erfolgsabhängige Honorar für die Tätigkeit eines Immobilienmaklers. Sie wird auch als Courtage bezeichnet. Kauft ein Interessent das durch den Makler vermittelte Haus oder die durch den Makler vermittelte Wohnung, wird eine Maklerprovision fällig. Beim Immobilienverkauf bemisst sich die Provision in der Regel prozentual an der Höhe des Verkaufspreises der Immobilie.

Wofür erhält der Makler seine Maklerprovision?

Die Maklerprovision erhält der Immobilienmakler dafür, dass er die Immobilie des Verkäufers vermitteln konnte oder dass er für einen Käufer eine passende Immobilie gefunden hat. Bei der Immobilie kann es sich um ein Haus, eine Eigentumswohnungen oder ein Grundstück handeln. Um die Immobilie erfolgreich vermitteln zu können bedarf es einiger Maßnahmen seitens des Immobilienmaklers: Er besichtigt das zu verkaufende Objekt, fertigt ein Exposé an, schaltet Anzeigen in Print- oder Onlinemedien, berät Interessenten, organisiert Besichtigungstermine und eignet sich fundiertes Wissen zur angebotenen Immobilie an, um Interessenten kompetent beraten zu können. Diese Aufwände lässt sich der Makler in Form einer Maklerprovision vergüten.

Wer beauftragt den Makler?

Der Makler kann grundsätzlich von beiden Parteien, die am Verkauf einer Immobilie beteiligt sind, beauftragt werden. Käufer können einen Makler beauftragen, um sich unterstützen zu lassen bei der Suche und Abwicklung einer Wunschimmobilie und der Verkäufer kann einen Makler beauftragen mit der Intention, einen passenden Käufer für seine Immobilie zu finden.

Wie hoch ist die Maklerprovision?

Die Höhe der Provision ist vom Gesetzgeber nur partiell geregelt. Der Makler kann die Courtage also individuell festlegen und verhandeln. Im Regelfall wird der Makler eine übliche Provision verlangen. Die Maklercourtage wird meistens als prozentualer Anteil angegeben und liegt im Normalfall zwischen drei und sechs Prozent der Kaufpreissumme zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer von 19 Prozent. Ein Makler hat drei Möglichkeiten, seine Provision in Rechnung zu stellen:

  • Innenprovision - der Verkäufer zahlt

    Wenn Käufer eine Immobilie courtagefrei über einen Makler angeboten bekommen, dann ist häufig eine sogenannte Innenprovision vereinbart worden. Die Höhe der Provision ist für den Käufer nicht ersichtlich, da er nur im Maklervertrag zwischen Verkäufer und Makler festgehalten wird. Oft schlägt der Besitzer der Immobilie die Provision jedoch auf den Preis des Hauses auf.

  • Außenprovision - der Käufer zahlt

    Die Außenprovision ist die Courtage, die zum Beispiel in Anzeigen oder Exposés als Maklerprovision ausgewiesen ist. Sie ist vom Käufer zu entrichten. Der Käufer kann, wenn er möchte, über die Höhe mit dem Makler verhandeln.

  • Mischform der Provision - beide zahlen

    Diese häufig verwendete Mischform teilt die Gesamtcourtage zwischen Käufer und Verkäufer auf. In welchem Verhältnis der Makler die Provision aufteilt, ist regional verschieden. In den meisten Bundesländern ist es mittlerweile üblich, dass sich Verkäufer und Käufer die Provision in einem zu verhandelnden Verhältnis teilen. Die Ausnahmen sind hier Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg und Hessen, wo allein der Käufer die Kosten trägt. In Niedersachsen können beide Varianten zum Einsatz kommen.

Je nach Bundesland sind zwischen drei Prozent und sieben Prozent Maklerprovision zu zahlen, zuzüglich Mehrwertsteuer. Der Makler kann jedoch auch einen festen Betrag als Provision angeben – anstatt drei bis sieben Prozent des Verkaufspreises ist dann beispielsweise ein fester Betrag von einigen Tausend Euro an Maklerprovision zu zahlen.

Wann darf ein Makler eine Maklerprovision verlangen?

Immobilienmakler haben unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf eine Provision, diese sind in § 652 BGB festgelegt. Grundsätzlich muss ein wirksamer Maklervertrag zustande gekommen sein. Weiterhin müssen die Aktivitäten des Maklers für den Verkauf oder die Vermietung der Immobilien ursächlich gewesen sein. Das heißt, ohne dass ein Kauf- oder Mietvertrag zustande gekommen ist, wird keine Courtage fällig. Wenn der Immobilienmakler keinen Alleinauftrag erhalten hat, kann der Auftraggeber auch mit anderen Maklern einen Maklervertrag abschließen. Die Maklerprovision erhält in dem Fall nur der Makler, der das Haus verkaufen konnte.

Der Makler muss im Zweifelsfall nachweisen, dass er eine Maklertätigkeit erbracht hat, die maßgeblich für den Verkauf des Hauses oder der Wohnung war. Sobald allerdings ein Eigeninteresse des Maklers vorliegt, ist keine Provision zu entrichten. Beispielsweise wenn der Immobilienmakler selbst Mieter, Vermieter oder Verwalter der Wohnung war oder er eine persönliche und geschäftliche Beziehung zum Immobilienanbieter pflegt. Für die Vermittlung von Sozialwohnungen und öffentlich geförderten Immobilien darf grundsätzlich keine Maklercourtage erhoben werden.

Wann muss die Maklerprovision gezahlt werden?

Die Maklerprovision ist nach einer Frist von sieben bis 14 Tagen nach Immobilienverkauf zu zahlen oder spätestens, wenn der Kaufpreis der Immobilie auf dem Konto des Verkäufers eingegangen ist. Maklerprovisionen können auch nach Auslaufen des Maklervertrags noch fällig werden, wenn der Eigentümer das Grundstück oder Gebäude später selbst verkauft. Hat der Makler daran mitgewirkt, zum Beispiel durch eine frühere Besichtigung mit dem späteren Käufer, kann er sein Honorar im Nachhinein noch einfordern. Die Rechtsprechung geht von bis zu einem Jahr nach Beendigung des Maklervertrags aus.