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Warum gibt es Notarkosten und Grundbuchkosten?

Jede Eigentumsübertragung einer Immobilie bedarf einer notariellen Beurkundung. Ebenso ist ein notarieller Kaufvertrag vom Gesetzgeber vorgeschrieben. Der Notar ist für die Beurkundung des Immobilienkaufs zuständig und verlangt dafür Gebühren und den Ersatz seiner Auslagen.

Ebenfalls berechnet das Grundbuchamt für die Bearbeitung der grundpfandrechtlichen Vorgänge –  beispielsweise die Eintragung einer neuen Grundschuld ins Grundbuch – ein Entgelt.

Die entstehenden Kosten sind durch das Gerichts- und Notarkostengesetz festgelegt, das einheitliche Gebührensätze vorgibt. Die Kosten sind somit fest und nicht verhandelbar. Die Gebühren werden berechnet als prozentualer Anteil am Kaufpreisvolumen. Die Kosten für den Notar und den Grundbucheintrag zählen wie Grunderwerbsteuer und Maklergebühren zu den Kaufnebenkosten einer Immobilie.

Wofür fallen Notarkosten und Grundbuchkosten an?

Möchte man ein Haus bauen, bedarf es eines eigenen Grundstücks. Dieses Grundstück muss zunächst erworben werden. Um ein Grundstück zu kaufen oder zu verkaufen, ist allerdings ein notarieller Kaufvertrag gesetzlich vorgeschrieben. Dieser Kaufvertrag muss direkt über einen Notar abgeschlossen werden und kann nicht - wie in anderen Bereichen der freien Wirtschaft vielleicht üblich - ohne einen Dritten abgeschlossen werden. Es fallen somit Notarkosten für den Kaufvertrag an, die vom Käufer zu tragen sind. Diese Kosten sind klar geregelt und auch gedeckelt. Niemand muss mit unberechenbaren Notarkosten kalkulieren, weil ein Grundstück erworben wurde. Eine offizielle Gebührenregelung beziffert die Notarkosten exakt und eindeutig. Wie auch bei anderen Baunebenkosten bemessen sich die Notarkosten am Kaufpreis des Grundstücks. Zur Zeit kann man von einem Gebührensatz von 3 Prozent für Notar sowie Grundbucheintragungen ausgehen. Ein Grundstück im Gegenwert von 100.000 Euro wird also mit Notarkosten und Gebühren für das Grundbuch von 3.000 Euro beziffert.

Wofür konkret fallen Notarkosten an?

  • Grundschuldbestellung

  • Notarieller Kaufvertrag des Grundstücks

  • Betreuung und Beratung durch den Notar

  • Administrative- und Vollzugstätigkeiten

Grundbucheintrag: Eigentumsverhältnisse öffentlich machen

Ein notarieller Kaufvertrag reicht nicht aus, um rechtmäßig ein Grundstück für den Hausbau zu erwerben. Der Kauf bzw. Verkauf des Grundstücks muss öffentlich gemacht werden - und zwar im Grundbuch. Durch die Eintragung im Grundbuch wird der Eigentümer des Grundstücks eindeutig ausgewiesen und ist auch für externe Personen zu ermitteln. Auch hier bemessen sich die Gebühren für den Grundbucheintrag am Kaufpreis des Grundstücks.

Wofür fallen Gebühren für das Grundbuch an?

  • Eintragung der Grundschuld ins Grundbuch

  • Eintragung des Eigentümers in das Grundbuch

  • In manchen Fällen: Auflassungsvormerkung

Gibt es Möglichkeiten die Notar- und Grundbuchkosten zu optimieren?

Weder beim Grundbucheintrag noch bei den Notarkosten können Bauherren wirklich sparen.

Gut zu wissen aber: Gebühren lassen sich durch den Kauf eines unbebauten Grundstücks sparen. Der Kaufpreis, auf den sich die Entgelte des Notars beziehen, ist bei unbebautem Grundbesitz niedriger als bei einem mit einem Haus bebauten Grundstück. Wird später ein Haus auf dem Grundstück errichtet, zählt der Hausbau nicht zum Immobiliengeschäft und der Notar kann dafür keine Gebühren berechnen. Kauft der künftige Eigentümer dagegen eine Liegenschaft mit Haus, wird der komplette Kaufpreis für die Ermittlung der Notarkosten herangezogen.